Vereinsgeschichte

In Haimhausen hat es in der Vergangenheit schon verschiedentlich Blasmusik gegeben. Angefangen von der „Kapelle Krach“ in den 20er Jahren bis hin zur „Kapelle Ganter“. Die damals verliehenen Namen der Blasmusikgruppen waren zwar recht originell, dafür war der Fortbestand der jeweiligen Musikgruppen nicht konstant.
Schließlich wurde am 18. Juli 1983 die Haimhauser Dorfmusik e.V. gegründet, um das wilde Zusammenspiel zunächst auf eine organisatorische Basis zu stellen. Ernst Wallner wurde von den sieben Gründungsmitgliedern, die sich zusammengefunden hatten, an die Spitze der Vorstandschaft gewählt. Musikalisch aufwärts ging es für die Dorfmusik durch den Anschluss von Alfred Schmid. Er selbst spielte Klarinette und Saxophon und leitete die Gruppe von 1983 bis 1988 mit viel Geschick und großer Spielerfahrung. Jetzt hatte die Dorfmusik zwar Instrumente, motivierte Musiker und einen Dirigenten, aber einen geeigneten Raum zum Proben gab es noch nicht. Also wurde kurzerhand beim damaligen Pfarrer Martin Probst angefragt. Dieser überließ der kleinen Gruppe jeden Freitagabend den Pfarrsaal. Geprobt wurden überwiegend Schlager aus den 50er Jahren, Polkas, die Lauenburger Märsche und die so genannten „Ganterwalzer“ des Musiklehrers Franz Ganter, die sich noch heute im Repertoire der Dorfmusik befinden.
Es folgten die ersten Auftritte, darunter das Volksfest in Markt Indersdorf. Hierfür wurde extra noch das Marschieren einstudiert. Aber auch traditionelle Feste wie Fronleichnam, der Kriegerjahrtag oder der Volkstrauertag wurden von nun an von der Dorfmusik gestaltet. Und die Dorfmusik erfreute sich an immer mehr Mitgliedern.
Über die bayerischen Landesgrenzen hinaus wurden Freundschaften geknüpft. 1985 begrüßten die Musiker am Hauptbahnhof in München die Musiker vom „Förde-Blasorchester Kiel“. Bereits 1986 wurde die Dorfmusik an die Ostsee eingeladen. Aber auch zur Partnergemeinde Haimhausens
– Eggen in Südtirol – wurden Kontakte geknüpft.
Inzwischen zogen fünf Jahre ins Land. Walter Kaufmann, u.a. Leiter des Männerchors Haimhausen, übernahm 1988 vorübergehend die Leitung der Dorfmusik, nachdem Alfred Schmid die musikalischen Geschicke aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr lenken konnte.
Nach erfolgreichem Abschluss zum staatlich anerkannten Dirigenten übernahm 1991 Heinz Keimeier die musikalische Leitung der Dorfmusik. Unter seinem Dirigat wurden die jährlichen Konzerte der Dorfmusik etabliert, die Musiker zur gezielten Fortbildung im Rahmen der Leistungsabzeichen des MON motiviert und neben den turnusmäßigen Auftritten auch ein Theaterprojekt mit dem Kulturkreis Haimhausen („Ein Jedermann“) verwirklicht. Er prägte maßgeblich die musikalische Fortentwicklung des Orchesters, die sich vor allem an den Ergebnissen der Wertungsspiele, von der Teilnahme in der Unterstufe bis zu einem ersten Rang mit Auszeichnung in der Mittelstufe, ablesen lässt.
Ab 2003 übernahm Matthias Bahr den Dirigentenstab und knüpfte unmittelbar an die Erfolge der vergangenen Zeit an. Auch in der Vorstandschaft kam es im Dezember 2002 zu Veränderungen, da sich das Ehepaar Wallner, das 20 Jahre die Geschicke der Dorfmusik gelenkt hat und zusammen mit Heinz Keimeier die Dorfmusik mit großen Engagement zu einem etablierten Musikverein in Haimhausen formte, sich aus der Vorstandschaft zurückziehen wollte. Von 2009 bis 2016 leitete Thomas Vergörer die Haimhauser Dorfmusik. Zum 01.01.2017 übernahm erstmals eine Frau, Emma Morris, das Amt der Dirigentin. Zusammen mit der Vorstandschaft um Arno Sedlmeier setzt sie sich nun für die Belange des Musikvereins ein.

 

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